Organisationsaufstellungen


Auch in der Organisationsberatung hat sich die systemische Arbeit weltweit durchgesetzt. Sie hilft weiter wo der Verstand endet und rationale Analysen unmöglich sind. Sie wirkt da wo es um Beziehungschemie geht und wo unternehmerische Entscheide mangels rationaler Fakten intuitiv gefällt werden müssen.

Sind Sie als Führungsperson für Aufgaben verantwortlich, welche mit herkömmlichen Managementwerkzeugen nicht befriedigend gelöst werden können ?

Oft sind im Hintergrund Fakten wirksam, welche nicht ohne weiteres erkennbar sind.

Mit System- und Organisationsaufstellungen können unbewusste Zusammenhänge, Dynamiken und Fakten in Organisationen, Firmen, Teams und sogar in Marketingsituationen erhellt und korrigiert werden..

Der Aufwand ist verblüffend gering, ohne aufwändige Befragung, Datenerhebung und Analyse. Insbesondere für schwer durchschaubare Situationen werden effiziente und nachhaltige Lösungen gefunden.

Anwendungsbereiche

  • Firmenstruktur analysieren und effizienter gestalten
  • Klärung von Fragen zur Organisationsstruktur
  • Personalfragen, Einstellungen, Nachfolgeregelung
  • Fusionen, Firmenkultur
  • Teamentwicklung
  • Entscheidungsfindung bei Unsicherheit
  • Marketingfragen
  • Konfliktklärung und -lösung
  • Ziele definieren
  • Entwicklungen anstossen und fördern
  • Systeme, Entwicklung, Fertigung, überprüfen und effizienter gestalten
  • u.v.a.m.

Zusammen erschliessen wir ungenutzte, verborgene Ressourcen und entwickeln
effiziente und nachhaltige Lösungen.


Organisationsberatung und Systemaufstellungen nach Bert Hellinger

Breiten Raum nimmt die Arbeit mit Systemischen Lösungen nach Bert Hellinger mittlerweile auch im Bereich der Organisationsberatung ein. Es setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass viele Ansätze herkömmlicher Unternehmensberatung komplexe Wechselwirkungen im Ablauf von Unternehmen und anderen Organisationen nicht genügend berücksichtigten. Kurzzeitigen Beratungserfolgen folgt nur allzu rasch die Rückkehr zum „alten Trott“, wurden grundlegende Wechselwirkungen zwischen dem System als Ganzen und seinen einzelnen Akteuren nicht genügend wahrgenommen oder womöglich überhaupt nicht gewürdigt.

Organisationsaufstellungen sind eine umfassende Beratungsmethode um in Organisationen nützliche Veränderungen nachhaltig anzustossen.

Wie kam es dazu ?

Der Ansatz der Organisationsaufstellung entstand aus dem systemisch-phänomenologischen Ansatz Bert Hellingers, welcher vorerst in der Familientherapie (Familienaufstellungen) den Blick für das Wesentliche, für das was in der Tiefe der Seelen wirkt, öffnete.
Systemisch heisst hier: unter Einbezug sowohl des Ganzen wie auch der unsichtbaren Kräfte und Gesetze, welche in Systemen wirken. Und phänomenologisch arbeitet, wer sich einzig dem aussetzt was im System sichtbar wird, ganz ohne eigene Absicht und Wertung. Organisationsaufstellungen gehen weit über formale (äussere) Aspekte hinaus, hin zu informellen (inneren) Aspekten der Organisation.
Mittlerweile ist diese Methode zu einem Standardwerkzeug fortschrittlicher Unternehmensberatung geworden.

Das innere Bild

Jedes Mitglied eines sozialen Systems (Als soziale Systeme gelten hier sämtliche sozialen Gruppierungen, also beispielsweise Familien, Firmen, Verbände, Vereine, Institutionen, Stiftungen, politische Systeme, Nationen usw.) trägt unbewusst ein inneres Bild dieses Systems in sich. Es weicht oft stark von der äusseren Realität ab. Ein solcher Konflikt wird für den Betreffenden und für das betrachtete System an der unguten Wirkung spürbar, doch alle rationalen Erklärungsversuche und die darauf basierenden Lösungsansätze scheitern.

Unbewusste Ordnungen und Gesetze

Bert Hellinger hat in langer Erfahrung entdeckt, dass in allen menschlichen Gruppierungen unbewusste Gesetze wirken, welche Ordnung, Ausgleich und Würdigung zwischen den Einzelnen fordern. Diese Gesetze entfalten ihre Wirkung mit unfehlbarer Konsequenz und bleiben dennoch verborgen. Verletzungen dieser Gesetze werden an äusseren Problemen sichtbar, welche zumindest Teile des Systems nachhaltig stören und oft sogar lebensunfähig machen.

Systemaufstellungen sind sozusagen das praktische Werkzeug, um Verletzungen dieser Gesetze und die Konflikte zwischen der vermeintlichen Realität und der tiefen Wirklichkeit sichtbar zu machen(Bert Hellinger: „Wirklichkeit ist das was wirkt.“). Hiermit eignen sich Systemaufstellungen, um an diesen Bildern zu arbeiten, Unordnungen und Verstrickungen zwischen Beteiligten Personen und Gruppen aufzuzeigen und deren schlimmen Folgen zu beenden.

Verletzungen der Ordnung

Hier ein typisches Beispiel: In Firmen, Verwaltungen und anderen Organisationen steigt oft der Aufwand für Positions- und Meinungskämpfe in’s Unermessliche und der eigentliche Unternehmenszweck sowie das Umfeld werden aus dem Auge verloren. Dies kann zum Ruin führen. Betrachtet man den Einzelnen, so kann an ihm oft kein Makel gefunden werden. Es muss also etwas mit dem Zusammenwirken zu tun haben. Tatsächlich haben Unternehmensberater schon früh postuliert, dass es keine schlechten Mitarbeiter, sondern nur Mitarbeiter am falschen Platz gibt. Diese Aussage bezieht sich hauptsächlich auf die Analyse der beruflichen Fähigkeiten, bezieht aber neuerlich auch Beziehungsbegriffe ein wie „die Chemie muss stimmen“. Dies allein schon deutet darauf hin, dass mit dem vorgenannten Zusammenwirken nicht die Oberfläche, sondern tiefe, unbewusste Kräfte gemeint sein müssen.

Gute Lösungen, Verstand und Emotionen

Gute Lösungen haben mit unbewussten Ordnungen, Beziehungen und Würdigung zu tun, eine komplexe Aufgabe, welche durch den Verstand allein nicht gelöst werden kann. Frägt man beispielsweise eine hervorragende Führungsperson nach deren Methoden für Führungserfolge, so wird wenig Genaues, Reproduzierbares, Rezeptähnliches genannt, vielmehr werden wir von gefühlsmässigen Entscheiden hören („…aus dem Bauch heraus…“). Solche Leute sind offensichtlich in der Lage, nicht mit dem Verstand allein zu handeln, sondern sich auch der inneren Wirklichkeit anzuvertrauen und diese in Ihre erfolgreichen Entscheidungsfindungen einzubeziehen.

Der Verstand allein schafft solche Erfolge nicht. Eher belässt er uns bei Vorwürfen und verzweifelten Sätzen wie „…das verstehe ich nicht, das schaffe ich nicht, das kriege ich nicht auf die Reihe…“, oder er verleitet uns zu „Kopf-Lösungen“, denen das emotionale Fundament fehlt.

Genau hier setzen Systemaufstellungen ein. Sie schaffen ein Umfeld, in dem sich die die tiefe Wirklichkeit zeigen kann, ohne jegliche Wertung dessen was sich zeigt. Auf dieser Ebene werden die Störungen in Organisationen sichtbar und können in Achtung und Würde gelöst werden.

Das Vorgehen

Die Aufstellungsarbeit selbst sei hier am Beispiel einer Familienaufstellung erläutert , das genauso für andere soziale Gruppierungen gilt, insbesondere Firmen und Organisationen. Bei letzteren wird das System aber oft wesentlich komplizierter und muss auch mit Symbolen ergänzt werden (z.B. die Verwaltung, das Kapital, Marktgruppen, etc.).
Nun also: Dasjenige Familienmitglied, welches seine Familie aufstellen möchte, nennt dem Leiter sein Anliegen und dieser benennt aufgrund eines kurzen Gespräches, seiner Erfahrung und in Verbindung mit dem System des Klienten die wesentlichen Mitglieder der Familie, welche aufgestellt werden sollen. Der Aufstellende wählt für diese und auch für sich selbst je einen Stellvertreter aus der Arbeitsgruppe und stellt diese ganz intuitiv, d.h. gemäss seinem Gefühl im Raum auf. Diese Stellvertreter müssen überhaupt keine Informationen über die Familie haben. Trotzdem werden sie an ihrem Platz Gefühle der vertretenen Person empfinden können. Durch absichtslose Wahrnehmung dessen was sich so zeigt kann nun eine gute Ordnung gefunden werden, so dass jeder seinen guten Platz im System bekommt und gesehen und gewürdigt wird. Derart entsteht ein Lösungsbild, welches wirkt.

Spezielle Aspekte von Organisationsaufstellungen

In Organisationsaufstellungen müssen, im Unterschied zu Familienaufstellungen, oft zirkuläre Beziehungen beachtet werden, welche der Rangordnung entgegenstehen. Zur Erklärung: In Familien ist wohl sehr selten jemand sowohl Vater wie auch Bruder oder sogar Sohn eines anderen Familenmitgliedes. In Firmen sind solche Bezüge aber allein schon in Matrix-Strukturen häufig und es muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass sich diese Ordnungsebenen nicht verletzen. Auch muss die Rangordnung nach Funktion und nach Dienstalter unterschieden werden. Und vieles mehr.
Zudem muss jeweils sorgsam geprüft werden, inwiefern die Situation, über die berichtet wird, durch persönliche Muster der Mitarbeiter mitgeprägt sind, die ihren Ursprung in deren lebensgeschichtlichen Erfahrung oder in Dynamiken der Herkunftsfamilien haben.

Wie weiter ?

Wie bereits erwähnt gehören Familien- und Organisationsaufstellungen heute weltweit zum Repertoire vieler Unternehmensberater und ermöglichen gute Lösungen in unübersichtlichen Situationen.

In einer Zeit der Aufklärung und Wissenschaft sind wir zwar versucht nur das zuzulassen und zu anerkennen, was wir rational erklären können. Dies obwohl uns die Erfahrung lehrt, dass viele Dinge existieren und wirken, von deren Funktionsweise wir nichts wissen.

Unternehmensberater sind die Therapeuten von Firmen und Organisationen. Es ist somit nicht erstaunlich, dass Ansätze und Methoden, welche in der Einzel- und Familientherapie entwickelt wurden und erfolgreich eingesetzt werden, auch in der Organisationsberatung hervorragende Anwendungen finden. Denn alle diese Bereiche haben einen gemeinsamen Nenner: der Mensch.

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