Verliebtheit


Verliebtheit ist eine Idealisierung. Oft ist es ist die Projektion der fehlenden Mutter (manchmal auch Vater), auf den Partner, eine Projektion von dem also, was einem bei den Eltern gefehlt hat.

Deshalb ist die Verliebtheit vergänglich, denn kein Partner kann solches ersetzen.

Daher kann Verliebtheit sogar in Hass und Wut umschlagen.

Dies geschieht dann, wenn erkannt wird, dass der Partner bzw. die Partnerin das Fehlende nicht geben kann. Dann steigt die damals erlebte Abwendung der Mutter (Vater) wieder hoch und auch die damit verbundenen Gefühle. Letztere werden nun aber auf den Partner projiziert.

Wichtig ist hier zu erinnern, dass dies auf der Ebene des kleinen, verletzten Kindes und unbewusst geschieht. Die unzerbrüchliche Bindungsliebe in der Tiefe bleibt immer und unzerbrüchlich erhalten, auch wenn sie nicht mehr gefühlt wird.

Willi Maurer schreibt in seinem Buch Die ersten Augenblicke des Lebens : „Wenn dieses Kindheitsdrama geheilt ist, verliebt man sich nicht mehr, sondern liebt sich und die Anderen so wie sie sind.“